Häufige Fragen

Häufigste Fragen

Kann die PIPAC mit einer laufenden systemischen Chemotherapie
kombiniert werden ?

Prinzipiell ja. Da die systemische Chemotherapie wenig in dem Bauchraum
ankommt, und da die PIPAC sich in dem Gesamtkörper kaum verteilt, können
beide Therapien kombiniert werden. Allerdings muss die systemische
Chemotherapie 2 Wochen (bevacizumab: 6 Wochen) vor der nächsten
PIPAC unterbrochen werden.

Wird die PIPAC von den Krankenkassen übernommen ?

Ja, die intraperitoneale Gabe von Chemotherapeutika ist eine von den
Kassen zugelassene Leistung, sodass die PIPAC übernommen wird.

Kann mit der PIPAC einen großen chirurgischen Eingriff wie die
zytoreduktive Chirurgie (CRS) mit Hyperthermen IntraPeritonealen
Chemotherapie (HIPEC) ersetzen ?

Nein. Wenn eine CRS und HIPEC indiziert ist, soll dieser grosse Eingriff
durchgeführt werden. Allerdings kommt nur eine kleine Minderheit der
Peritonealkarzinosepatienten (vielleicht ca. 10%) für eine CRS und HIPEC
in Frage, vor allem jüngere Patienten mit limitierter Peritonealkarzinose
beim Darmkrebs.

Warum muss zuerst eine systemische Chemotherapie durchgeführt
werden, bevor man für eine PIPAC-Behandlung angenommen wird ?

Die Behandlung von Krebspatienten erfolgt im Rahmen von sog. Leitlinien,
die nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft verfaßt und aktualisiert
werden. Im jetzigen Entwicklungszustand ist die PIPAC noch ein sog.
experimentelles Verfahren, sodass diese neue Therapie erst nach Einsatz
der bewährten Krebstherapien indiziert werden darf.

Warum kann die PIPAC bei Lebermetastasen nicht durchgeführt
werden ?

Die PIPAC ist ein lokales Verfahren, dessen Wirkung auf das Bauchfell
begrenzt ist. Da die PIPAC keinen Einfluß auf Tumormanifestationen in
parenchymatösen Organen (wie z.B. Leber oder Lunge) hat, ist die PIPAC
bei Lebermetastasen nicht wirksam und deswegen auch nicht indiziert.

Können ausländische Patienten mit PIPAC behandelt werden ?

Ja, Patienten aus dem europäischen Ausland und aus der Schweiz können
in Deutschland behandelt werden, und die Krankenkassen übernehmen die
Kosten. Allerdings muss ein sog. Formular E112 bei der Krankenkasse im
Voraus angefordert werden. Patienten aus anderen Ländern können auch
behandelt werden, müssen aber die Kosten der Behandlung selbst
übernehmen.

Kann die PIPAC simultan mit einer chirurgischen Operation eingesetzt werden ?

Nein, im heutigen Stand der Entwicklung ist der kombinierte Einsatz der
PIPAC und von Organresektionen (insbesondere Darm) kontraindiziert.
Die PIPAC presst soviel Chemotherapie ins Gewebe dass chirurgische
Nähte nicht abheilen würden, sodaß eine solche Kombination eine
erhebliche Gefahr bedeuten würde.

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